ROM 99
 

 

 
Stau Urlaub - man verbindet damit wohl meist wochenlanges rumflacken am Strand - kann aber auch weder was mit wochenlang noch was mit rumflacken zu tun haben. Sowas bezeichnet man dann als kurzen Stadturlaub. Ziel der 4 Tage Reise war Rom. Von Passau ganze schlappe 1100 Kilometer entfernt und, laut ADAC (sonst zuverlässig), in 12 Stunden erreichbar. Warum daraus 15 Stunden wurden kann man am nebenstehenden Bild sehen. Der erste und nahestehende Grund war wohl der Stau, der uns mindestens 1 bis 2 Stunden kostete. Der zweite Grund lag wohl an den weiblichen Mitfahrern, die Fahrerwechsel immer in einem halbstündigen Ritual zelebrierten. Klo gehen, Zigarette rauchen, Eis essen, Zigaretten rauchen...
Tut das wirklich Not ??
 
Eigentlich war ich nur so unlässig, weil ich befürchtete unser Hotel könnte belegt sein oder vor Kakerlaken nur so wimmeln und ich wollte nachts nicht durch die Gegend latschten, um ein neues zu suchen. Dabei war es gar nicht so schlecht.
Hotel Cervia
Via Palestro, 55 -Roma
Tel. 491057 - Fax 491056
Doppelzimmer mit Bad pro Person o. Frühstück
55.000 lire
einfach, aber sauber und nette Leute
Also Glück gehabt und erstmal kultiviert und noch schnell den Abend in Rom genießen.
 
Am nächsten Tag gings dann obi (Birgit: owi) und auf´i. Sightseeing und so. Nebenbei habe ich per Lexikon ein paar italienische Fremdwörter in meinem Gedächtnis aufgefrischt, um mein Italienisch zu perfektionieren. Dummerweise fanden die Italiener mein Italienisch gar nicht so toll und antworteten immer gleich auf Englisch oder Deutsch.
Immerhin hatte ich geschnallt, daß meist zuerst ein prego kam und ich dann meinen Wunsch äußern mußte den ich dann mit Per favore abschloß. Italienisch ist doch echt super simple. Kann doch jeder.
Mein Italienisch-Auffrischungskurs
 

FOTO!! Wichtigstes Utensil bei einem Stadturlaub ist seit Erfindung der Japaner wohl der Fotoapparat. Birgit präsentiert auf dem Bild wohl einen solchen. Mit so einem Apparat kann man Momente, Stimmungen und Belustigendes auffangen und verewigen, d.h. solange konservieren, solange man will, bzw. bis höhere Gewalt, z.B. Feuer, den Verewigungsprozess drastisch verkürzt.
Wichtig dabei ist: Desconecte la cámera cuando no la usa para ahorrar la alimentación de las pilas. En cas de non fonctionnement, remplacer la pile. Ist doch ziemlich klar (Auch wenn Italiener jetzt wohl den Kopf schütteln würden).
 

Schweißtreibende und Schulterrötende Angelegenheit ist so eine Rombesichtigung, vor allem dann, wenn man denkt, die Sonne kühlt die gereizte Haut und das Ozonloch ist Fiktion des Geistes, entsprungen irgendwelcher Pseudo-Datas á la Star Trek. Auf dem Bild ist übrigens der Aufgang zum Capitol zu sehen (wenns interessiert).
Sonnenschutzmittel, in diesem Fall delial SF4 mit UVA/UVB-Breitbandschutz plus Vitamin E intensiv (schützt anscheinend auch nicht vor dem Ozonloch, steht jedenfalls nicht auf der Verpackung), kam viel zu spät zum Einsatz. Dafür die Wasserflasche mit gefrorenen Eisstücken (logisch irgendwie), um uns vor dem Verdurstungstod zu bewahren. Richtige Erlösung brachte aber erst das McDonalds, wo ein halber Liter Wasser nur 500 Lire kostete. Dumpingpreis, weil üblich waren Preise zwischen 3000 bis 8000 (!!!) Lire. Reine Touristenverarschung.
Capitol und Birgit
 

Bocca Höhepunkt, wenn auch nicht mein persönlicher, war wohl das Maul der Wahrheit Bocca de Varité oder so ähnlich. Angeblich werden dort Frevler, besonders die Lügner bestraft, in dem ihnen die Hand abgebissen wurde.
So richtig toll scheint das ja nicht zu funktionieren. Ich für meinen Teil wasche meine Hände in Unschuld. Bin immer brav und lieb gewesen, darum habe ich auch ganz lässig (s. Bild) meine Hand in den Schlund gelegt. Passiert ist natürlich nichts.
Erwischt hat es leider den Herrn nach mir. Der konnte seine Hand noch so halb rausziehen und darum wurden ihm nur die Fingerspitzen abgetrennt, eigentlich mehr zermahlen, so daß sie von der Hand abbröselten. War eine Riesensauerei. Der ganze Bocca war blutverschmiert und mir tat die Putzfrau leid, die das alles wegschrubben mußte. Es stellte sich heraus, daß der Mann seine Frau 15 Jahre lang mit einem anderen Mann betrog. Also ganz ehrlich, das finde ich abscheulich und widerwärtig. Die arme Frau. Mußte gleich in psychologischer Behandlung gebracht werden.
 

Ansonsten, war es ein sehr schöner und schön anstrengender Urlaub. Romantisch, kulturisch, kulinarisch und saufisch... Alles dabei. Auch wenn das abschließende Bad im Meer an einem Teuton-Italo-Grill-Strand nicht zu den absoluten Höhepunkten zählen kann.

ROM-die Wege
kommen sich nicht ins gehege
sie führen zu dir
zu dir allein
mit einem bier
wenn auch klein
findet man ROM
auf jedem Wege

Und tschüss.


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